Nicht im Jenseits liegt das Paradies, sondern im Abseits

Der Zeigefinger tippt, es geht vor die Hunde, gerät förmlich unter die Räder. Er starrt er auf sein Bier und wünscht, es wäre ein Ozean, in dem er ertrinken könnt. Stattdessen kippt er das goldene Gebräu weiter literweise in sich hinein, versucht ihn drin zu ersäufen. Ihn, den Unaussprechlichen, den Widersacher, diesen Ungott.

Unbeeindruckt führt er sein Selbst zum Schafott und hackt ihm eigenständig den Schädel ab. Emotionaler Suizid. Es war die Hand des Allmächtigen, die ihn geführt hat, wird er später sagen. Und das alles nur weil man dem Leib etwas Gutes bieten sollte, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen. In Ermangelung eines Richters spricht er sein eigenes Urteil: Dahinsiechen in Bedeutungslosigkeit.

Wenigstens bleibt ein Schluck Bier, um die Schmerzen zu betäuben. Dann eine Runde Selbstmitleid, ein Kurzer und es geht schon wieder. War nur ein Ausrutscher. So dumm, so dumm war er, ein Narr, ein Tor. Was waren die Träume, was waren die Ziele? Ist er nun zufrieden, mit dem was er getan hat? Er hat getan, wozu er Lust hatte. Ihm wurde Mut geschenkt und Abenteuergeist, und das hat ihn getragen. Sinn für Humor und ein bisschen gesunder Menschenverstand. Es war ein sehr reiches Leben, für beide.

Du drehst dich mit der Welt, nicht andersrum.