Kupferrote Gelbfuß

Ein ungewöhnlicher Pilz zwischen Kiefern

Der Kupferrote Gelbfuß (Chroogomphus rutilus) gehört für mich zu den Pilzen, die man auf den ersten Blick leicht unterschätzen kann.

Er besitzt weder die auffällige Form einer Krausen Glucke noch den kräftigen Körper eines Steinpilzes. Seine Farben wirken häufig eher gedeckt: irgendwo zwischen Kupferbraun, Rotbraun, Grau, Violett und Ocker. Gerade zwischen Gras, Moos und Kiefernnadeln kann er deshalb erstaunlich gut mit seiner Umgebung verschmelzen.

Schaut man ihn sich jedoch genauer an, wird er richtig interessant.

Besonders schön finde ich die Kombination aus dem kupferfarbenen Hut, den deutlich herablaufenden Lamellen und dem Stiel, der zum unteren Bereich hin gelbliche Farbtöne zeigen kann.

Und dann gibt es noch eine kleine Überraschung:

Obwohl der Kupferrote Gelbfuß auf seiner Unterseite eindeutig Lamellen besitzt, gehört er systematisch zur Ordnung der Röhrlingsartigen. Er ist damit näher mit Röhrlingen verwandt, als sein Äußeres zunächst vermuten lässt.

Genau solche Besonderheiten machen die Welt der Pilze für mich so spannend.

👒 Der kupferfarbene Hut

Das namensgebende Merkmal ist natürlich seine besondere Hutfarbe.

Der Hut kann verschiedene kupfer-, rot- bis violettbraune Farbtöne annehmen. Deshalb sehen nicht alle Exemplare exakt gleich aus.

Junge Fruchtkörper besitzen zunächst einen eher gewölbten Hut. Mit zunehmendem Alter breitet er sich weiter aus. Teilweise bleibt in der Mitte ein kleiner Buckel erhalten.

Die Hutgröße liegt typischerweise ungefähr zwischen 5 und 12 Zentimetern, wobei auch größere Exemplare vorkommen können.

Besonders interessant ist die Oberfläche.

Bei feuchtem Wetter kann sie schmierig beziehungsweise klebrig wirken. Trocknet der Pilz wieder ab, kann der Hut dagegen glatt und teilweise beinahe glänzend erscheinen.

Dadurch kann derselbe Pilz je nach Wetter erstaunlich unterschiedlich aussehen.

Ein nasser Kupferroter Gelbfuß kann dunkel, glänzend und kräftig gefärbt wirken.

Ein trockenes Exemplar dagegen deutlich matter und heller.

Genau deshalb sollte man bei der Pilzbestimmung niemals erwarten, dass ein Fund exakt so aussieht wie das eine perfekte Foto im Pilzbuch.

🍄 Die auffälligen Lamellen

Dreht man den Kupferroten Gelbfuß um, wird eines seiner wichtigsten Merkmale sichtbar.

Unter dem Hut befinden sich Lamellen.

Diese laufen deutlich am Stiel herab. In der Pilzkunde spricht man von herablaufenden Lamellen.

Bei jüngeren Exemplaren können sie zunächst heller, gräulich bis olivbräunlich erscheinen. Mit zunehmender Sporenreife werden sie dunkler und können einen schmutzig violettbraunen Ton entwickeln. Das Sporenpulver selbst ist sehr dunkel.

Gerade auf deinem eigenen Fundfoto ist die Lamellenstruktur wunderschön zu erkennen.

Wenn mehrere Fruchtkörper umgedreht nebeneinanderliegen, sieht man sehr gut, wie die Lamellen vom Hut aus deutlich in Richtung Stiel hinunterziehen.

Das ist ein Merkmal, das ich mir bei dieser Art unbedingt merken würde.

🤔 Ein Lamellenpilz bei den Röhrlingsartigen?

Das klingt zunächst tatsächlich etwas widersprüchlich. Steinpilz, Butterpilz und viele andere bekannte Vertreter der Röhrlingsartigen besitzen unter ihrem Hut schließlich eine Schicht aus Röhren beziehungsweise Poren.

Der Kupferrote Gelbfuß besitzt dagegen deutlich erkennbare, am Stiel herablaufende Lamellen.

Trotzdem gehört er systematisch zur Ordnung der Röhrlingsartigen (Boletales). Innerhalb dieser Ordnung gehört er zur Familie der Schmierlingsverwandten (Gomphidiaceae). Seine Einordnung in die Boletales wird auch durch molekulare Untersuchungen gestützt.

Das zeigt sehr schön, dass der Name „Röhrlingsartige“ nicht bedeutet, dass sämtliche Arten dieser Ordnung tatsächlich Röhren besitzen müssen.

Für mich ist das eine dieser Informationen, die man sich hervorragend merken kann:

Lamellen oder Röhren verraten zwar viel über einen Pilz – sie zeigen aber nicht automatisch, mit welchen anderen Pilzen er am nächsten verwandt ist.

🟡 Woher kommt der Name „Gelbfuß“?

Auch der zweite Teil des Namens hat natürlich einen Grund.

Der Stiel kann verschiedene rötliche, weinrote beziehungsweise bräunliche Farbtöne zeigen. Besonders im unteren Bereich befindet sich jedoch typischerweise eine auffällig gelbe Färbung.

Schneidet man einen Fruchtkörper längs durch, kann dieses Gelb im Bereich der Stielbasis ebenfalls deutlich sichtbar werden. Das übrige Fleisch kann dagegen weinrötliche beziehungsweise blass rotbraune Töne zeigen.

Gerade diese Kombination aus:

kupferfarbenem Hut + dunkleren herablaufenden Lamellen + gelblicher Stielbasis

ergibt das typische Gesamtbild.

Aber auch hier gilt natürlich:

Nicht einfach drei Merkmale abhaken und den Pilz essen.

Eine sichere Pilzbestimmung berücksichtigt immer das gesamte Erscheinungsbild.

🌲 Ein Freund der Kiefern

Wer gezielt nach dem Kupferroten Gelbfuß Ausschau halten möchte, sollte sich vor allem eines merken:

Kiefern.

Der Pilz ist eng mit ihnen verbunden und bildet mit ihnen eine Ektomykorrhiza. Funde werden hauptsächlich unter Kiefern beschrieben; deutlich seltener kann er auch im Zusammenhang mit Fichten auftreten.

Das bedeutet, dass der Pilz nicht einfach zufällig unter einem bestimmten Baum steht.

Unter der Erde findet eine enge Beziehung zwischen Pilz und Baum statt.

Das Pilzmyzel umgibt beziehungsweise erschließt feine Wurzeln des Baumes und vergrößert dadurch unter anderem die Oberfläche, über die Wasser und Mineralstoffe aufgenommen werden können. Im Gegenzug erhält der Pilz vom Baum energiereiche Kohlenstoffverbindungen.

Was wir über der Erde sehen, ist lediglich der Fruchtkörper.

Der eigentliche Pilz lebt als weit verzweigtes Myzel im Boden.

Deshalb lohnt es sich beim Pilzesuchen grundsätzlich, nicht nur Pilze anzuschauen.

Schaut euch die Bäume an.

Je besser man die Baumarten eines Waldes erkennt, desto mehr versteht man irgendwann auch, warum bestimmte Pilze genau dort wachsen.

🌱 Zwischen Gras, Moos und Nadeln

Der Kupferrote Gelbfuß kann auf dem Waldboden zwischen Gras und Nadelstreu unter Kiefern erscheinen.

Und genau dort kann seine Färbung zu einer erstaunlich guten Tarnung werden.

Braune Nadeln.

Gelbliche Gräser.

Rötliche Pflanzenreste.

Dazwischen ein kupferbrauner Pilzhut.

Wer schnell durch den Wald läuft, kann problemlos daran vorbeigehen.

Hat man allerdings einen gefunden, lohnt sich ein genauer Blick in die Umgebung.

Manchmal erscheinen mehrere Fruchtkörper in einem Bereich.

Gerade solche Funde finde ich besonders schön, weil man verschiedene Entwicklungsstadien miteinander vergleichen kann.

Ein junger Pilz sieht schließlich häufig ganz anders aus als ein ausgewachsenes Exemplar.

🗓 Wann findet man den Kupferroten Gelbfuß?

Der Kupferrote Gelbfuß ist vor allem ein Pilz der späteren Pilzsaison.

Als typische Erscheinungszeit wird ungefähr der Zeitraum vom Spätsommer bis in den Herbst beschrieben. In Großbritannien und Irland wird beispielsweise August bis November angegeben; regional und abhängig vom Klima kann sich die tatsächliche Erscheinungszeit natürlich verschieben.

Wie immer bei Pilzen spielen Niederschläge und Temperatur eine große Rolle.

Ein festes Datum nach dem Motto

„Ab dem 1. September stehen die Gelbfüße im Wald“

gibt es natürlich nicht.

Genau das macht Pilzesuchen manchmal frustrierend – und gleichzeitig spannend.

🔍 Verwechslungsmöglichkeiten

Gerade weil die Farbe des Kupferroten Gelbfußes recht variabel sein kann, sollte man ähnliche Arten kennen.

Eine verwandte Art ist beispielsweise der Filzige Gelbfuß (Chroogomphus helveticus), der ebenfalls von der DGfM als Speisepilz geführt wird.

Daneben gibt es weitere Vertreter der Gelbfüße sowie verwandte Schmierlingsarten.

Ein Beispiel ist das Kuhmaul beziehungsweise der Große Gelbfuß (Gomphidius glutinosus). Dieser besitzt einen eher grauen bis grauvioletten Hut und wächst typischerweise bei Fichten. Sein Stiel ist im oberen Bereich weißlicher und zur Basis hin gelblich; außerdem ist die Art deutlich schleimig.

Für die Bestimmung des Kupferroten Gelbfußes würde ich deshalb immer mehrere Dinge betrachten:

die Hutfarbe und Hutoberfläche, die deutlich herablaufenden Lamellen, deren Färbung, den Stiel, die gelbliche Stielbasis und vor allem die Bäume am Fundort.

🍽 Ist der Kupferrote Gelbfuß essbar?

Ja.

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie führt den Kupferroten Gelbfuß (Chroogomphus rutilus s. l.) auf ihrer Positivliste der Speisepilze.

Allerdings gehen die Einschätzungen über seinen kulinarischen Wert durchaus auseinander.

Während manche Pilzsammler ihn gerne verwenden, wird er in anderer Literatur eher als essbar, aber geschmacklich wenig herausragend beschrieben.

Und das finde ich eigentlich ganz interessant.

Denn „essbar“ und „hervorragender Speisepilz“ sind zwei vollkommen unterschiedliche Aussagen.

Nicht jeder essbare Pilz muss geschmacklich mit Steinpilz, Pfifferling oder einer besonders schönen Krausen Glucke konkurrieren.

Am Ende entscheidet natürlich auch der persönliche Geschmack.

🔥 Was passiert beim Zubereiten?

Beim Erhitzen können Gelbfüße ihre Farbe verändern.

Die ohnehin dunkleren beziehungsweise violettbraunen Töne können während der Zubereitung noch dunkler werden. Das sieht zunächst möglicherweise ungewohnt aus, ist bei solchen Pilzen aber nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass etwas verdorben ist.

Trotzdem gilt natürlich:

Nur frische, einwandfreie und zweifelsfrei bestimmte Fruchtkörper gehören in die Küche.

Weiche, überalterte oder unangenehm riechende Exemplare würde ich nicht verwenden.

🧹 Putzen und vorbereiten

Beim Putzen gehe ich ähnlich vor wie bei anderen Waldpilzen.

Zuerst entferne ich grobe Verschmutzungen.

Kiefernnadeln, Erde, Moos und kleine Pflanzenreste können vorsichtig mit einem Messer beziehungsweise einer Pilzbürste entfernt werden.

Anschließend kontrolliere ich jeden Fruchtkörper einzeln.

Dabei schaue ich besonders nach:

Fraßstellen, weichen Bereichen, Schimmel und anderen Anzeichen dafür, dass der Pilz nicht mehr frisch ist.

Gerade bei einem Pilz, den man noch nicht oft gesammelt hat, würde ich mir außerdem jeden Fruchtkörper noch einmal vollständig anschauen.

Das Putzen ist nämlich eine wunderbare Gelegenheit, die Bestimmungsmerkmale noch einmal zu überprüfen.

🚿 Waschen oder nicht?

Leicht verschmutzte Exemplare würde ich möglichst trocken reinigen.

Wenn allerdings Erde oder andere Verschmutzungen hartnäckig anhaften, kann ein kurzes Abspülen sinnvoller sein, als minutenlang daran herumzukratzen.

Danach sollten die Pilze gut abtropfen beziehungsweise vorsichtig trockengetupft und zeitnah verarbeitet werden.

Ich würde Waldpilze allerdings nicht unnötig lange in Wasser liegen lassen.

🍳 Mein Rezept: Kupferroter Gelbfuß in der Kräuterpfanne

Bei einem Pilz, den man noch nicht kennt, finde ich eine einfache Zubereitung am besten.

So kann man überhaupt erst herausfinden, wie er selbst schmeckt.

Zutaten für 2 Personen

  • etwa 300–400 g sicher bestimmte und gereinigte Kupferrote Gelbfüße
  • 1 kleine Zwiebel oder Schalotte
  • 1 EL Butter
  • etwas neutrales Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • frische Petersilie
  • optional etwas Sahne
  • dazu beispielsweise Brot oder Kartoffeln

Zubereitung

Die Pilze zunächst gründlich putzen und kontrollieren.

Größere Exemplare in mundgerechte Stücke schneiden. Kleinere können je nach Größe halbiert beziehungsweise ganz gelassen werden.

Die Zwiebel fein würfeln.

Etwas Öl in einer ausreichend großen Pfanne erhitzen und die Pilze hineingeben.

Dabei die Pfanne nicht komplett überfüllen.

Wenn zu viele Pilze gleichzeitig darin liegen, geben sie viel Wasser ab und beginnen eher zu dünsten.

Die Gelbfüße unter gelegentlichem Wenden gründlich durchgaren.

Anschließend die Zwiebel und etwas Butter hinzugeben.

Alles weiterbraten, bis die Zwiebeln weich sind und die Pilze eine schöne gebratene Oberfläche bekommen haben.

Erst gegen Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Schluss kommt frisch gehackte Petersilie darüber.

Fertig.

So lässt sich der Eigengeschmack des Pilzes wesentlich besser kennenlernen, als wenn er sofort in einer stark gewürzten Soße verschwindet.

🥛 Cremige Variante

Wer eine cremigere Pilzpfanne bevorzugt, kann anschließend einen kleinen Schuss Sahne oder Kochsahne hinzufügen.

Einige Minuten leicht einkochen lassen und noch einmal abschmecken.

Dazu passen Nudeln, Kartoffeln oder einfach ein Stück frisches Brot.

Ich würde beim ersten Probieren allerdings bewusst nicht zu viele Gewürze verwenden.

Wenn ich einen neuen Speisepilz kennenlerne, möchte ich schließlich wissen:

Wie schmeckt eigentlich der Pilz selbst?

🍄 Als Mischpilz

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung in einer Mischpilzpfanne.

Gerade Pilze, die geschmacklich eher mild sind, können zusammen mit aromatischeren Arten interessant sein.

Hier ist allerdings besonders wichtig, dass jede einzelne verwendete Pilzart sicher bestimmt wurde.

Eine Mischpilzpfanne ist keine Möglichkeit, bei einem unbekannten Pilz einfach zu denken:

„Die anderen sind ja essbar, dann wird das schon passen.“

Jeder Fruchtkörper muss für sich sicher erkannt sein.

🧺 Mein Tipp beim Sammeln

Beim Kupferroten Gelbfuß würde ich mir vor allem den Fundort sehr genau anschauen.

Welche Bäume stehen dort?

Sind Kiefern vorhanden?

Wie sehen die Lamellen aus?

Wie weit laufen sie am Stiel hinunter?

Welche Farbe hat die Stielbasis?

Gerade bei diesem Pilz finde ich es sinnvoll, einen Fund nicht nur schnell in den Korb zu legen, sondern ihn einmal bewusst von allen Seiten anzusehen.

Dadurch prägen sich die Merkmale viel besser ein.

Und wenn mehrere Exemplare vorhanden sind, kann man junge und ältere Fruchtkörper direkt miteinander vergleichen.

Das ist oftmals lehrreicher als zehn Fotos in einem Pilzbuch.

🌲 Ein interessanter Bewohner des Kiefernwaldes

Ökologisch finde ich den Kupferroten Gelbfuß mindestens genauso spannend wie kulinarisch.

Seine Verbindung zu Kiefern zeigt wieder einmal, wie stark Pilze und Bäume miteinander verflochten sind.

Was wir beim Spaziergang als einzelnen Pilz wahrnehmen, ist nur ein kleiner sichtbarer Teil eines viel größeren Systems unter unseren Füßen.

Pilzmyzel und Baumwurzeln stehen miteinander in Verbindung.

Deshalb ist ein Pilzwald für mich irgendwann nicht mehr einfach nur eine Ansammlung von Bäumen, unter denen zufällig Pilze wachsen.

Vielmehr handelt es sich um ein riesiges Netzwerk unterschiedlichster Organismen.

Und der Kupferrote Gelbfuß ist ein kleiner Teil davon.

❤️ Warum ich diesen Pilz besonders interessant finde

Der Kupferrote Gelbfuß gehört vielleicht nicht zu den Pilzen, wegen denen morgens hunderte Sammler in den Wald fahren.

Und gerade deshalb finde ich ihn interessant.

Viele Menschen suchen Steinpilze.

Viele kennen Pfifferlinge.

Aber ein kupferbrauner Lamellenpilz zwischen Kiefernnadeln?

Der wird schnell übersehen.

Dabei steckt hinter ihm eine ausgesprochen interessante Art.

Seine Farbe verändert sich mit Feuchtigkeit und Alter.

Seine Lamellen laufen deutlich am Stiel herab.

Seine Stielbasis kann kräftig gelb werden.

Er lebt in enger Verbindung mit Kiefern.

Und obwohl er Lamellen besitzt, gehört er verwandtschaftlich zu den Röhrlingsartigen.

Für einen einzigen unscheinbaren Waldpilz ist das eine ganze Menge Geschichte.

🍄 Mein Fazit

Der Kupferrote Gelbfuß (Chroogomphus rutilus) ist für mich ein wunderbarer Pilz für Menschen, die beginnen möchten, über Steinpilz und Pfifferling hinauszuschauen.

Sein kupfer- bis violettbrauner Hut, die herablaufenden dunkler werdenden Lamellen und der gelbliche Bereich an der Stielbasis ergeben ein interessantes Erscheinungsbild.

Besonders häufig ist er mit Kiefern verbunden.

Auch kulinarisch kann er verwendet werden. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie führt den Kupferroten Gelbfuß auf ihrer Positivliste der Speisepilze.

Für mich liegt sein besonderer Reiz aber gar nicht ausschließlich in der Küche.

Es ist vielmehr diese Mischung aus ungewöhnlichem Aussehen, spannender Verwandtschaft und seiner engen Beziehung zum Kiefernwald.

Ein Pilz, an dem viele wahrscheinlich vorbeilaufen würden.

Und einer, bei dem sich das genauere Hinsehen wirklich lohnt.


⚠️ Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine verbindliche Pilzbestimmung oder Verzehrfreigabe dar.

Pilze können abhängig von Alter, Standort, Feuchtigkeit und Witterung deutlich unterschiedlich aussehen. Beim Kupferroten Gelbfuß können insbesondere die Farbtöne stark variieren. Deshalb darf eine Bestimmung niemals ausschließlich anhand der Hutfarbe erfolgen.

Auch eine Bestimmung anhand von Fotos oder Internetbeschreibungen kann die Untersuchung eines vollständigen Fruchtkörpers nicht ersetzen. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie weist ausdrücklich darauf hin, dass eine sichere Verzehrfreigabe allein anhand von Bildern nicht möglich ist, weil wichtige Merkmale wie Geruch und weitere Eigenschaften fehlen können.

Verzehre ausschließlich Pilze, die du zweifelsfrei und sicher bestimmt hast und die sich in einwandfreiem Zustand befinden. Bei Unsicherheit sollte der vollständige Fund einer qualifizierten Pilzsachverständigen oder einem qualifizierten Pilzsachverständigen vorgelegt werden.

Wildpilze sollten außerdem ausreichend durchgegart und nicht roh verzehrt werden.

Im Zweifel gilt immer: Pilz stehen lassen – Sicherheit geht vor. 🍄