Gesundheit und Ernährungstipps

Wunderkraut – statt Unkraut

Das Angebot in der Natur ist riesig. Viele Wildkräuter sind essbar, sehr gesund und halten tolle Geschmacksnuancen für unseren Gaumen bereit. Das Sammeln von Wildkräutern liegt voll im Trend und Kenner nutzen die vitalstoffreichen Wildkräuter für eine gesunde Küche. Sie können als Rohstoff für Phytopharmaka (pflanzliche Arzneimittel) in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Es ist möglich, in der Natur unter Beachtung des Naturschutzes sowie nur an Stellen die keinem Betretungsverbot unterliegen, in geringen Mengen und nur für den persönlichen Bedarf, natürlich pfleglichst entnommen, Wildkräuter zu sammeln. Wenn Sie sich noch nicht so gut auskennen, ist eine geeignete Lektüre und eine Kräuterwanderung sehr hilfreich. Doch hier ist immer Vorsicht geboten. Es gibt Kräuter, die sich ähneln, wobei das Eine giftig und das Andere ungiftig ist. Andernfalls erhalten sie auch in gut sortierten Drogerie-Fachmärkten, Reformhäusern und in Ihrer Apotheke einen Großteil bekannter Heilkräuter.

„Der Herr lässt die Arzneien aus der Erde wachsen und ein Vernünftiger verachtet sie nicht.“

Altes Testament, (Sirach 38,4)

Grundsätzlich gilt, dass Sie vor der Verwendung von Heilkräutern mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen sollten. Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis, der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehender Grunderkrankungen. Sie sollten die Art, Menge und Dauer der Anwendung unbedingt abklären.

Essbare Wildkräuter im Kurz-Porträt

Nachfolgend eine kleine Liste typischer Wildkräuter, die in Deutschland heimisch sind, mit einigen Interessanten Details, die der ein oder andere vielleicht noch nicht wusste:

Löwenzahn

Der Löwenzahn gehört zu den Korbblütlern und damit zur selben Pflanzenfamilie wie die Ringelblume, die Sonnenblume, die Aster oder das Gänseblümchen.

Viele Gärtner sehen im Löwenzahn nur ein lästiges Unkraut oder maximal Hasenfutter.

Der Löwenzahn hat viele heilende Eigenschaften und Wirkungen. Er kann er in Form von Salat, Tee, Smoothie, Pflanzensaft (der weiße Milchsaft), Frischpflanzenpresssaft, Kaltwasserauszug, Kaffee, Wein oder Löwenzahnwurzelextrakt genutzt werden. Wichtig ist dabei, das Präparat der Wahl regelmäßig und kur-weise über mehrere Wochen hinweg einzusetzen. Am besten ist es, den Löwenzahn einfach täglich frisch zu essen.

Wer die Pusteblume auf den Wiesen blühen sieht, mag an vieles denken, an Wein aber vermutlich zuletzt. Doch genau das lässt sich auch aus den gelben Blüten des Löwenzahns brauen. Zwar wird das Ergebnis kein vollmundig trockener Qualitätswein werden, aber ob seiner Seltenheit ein nicht minder wertvoller Löwenzahnwein.

Gänseblümchen

Es gibt vermutlich keine Pflanze, die man häufiger an den unterschiedlichsten Standorten und zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten antrifft, wie das Gänseblümchen (Bellis perennis). Sie wächst auf fast jeder Wiesenfläche, auf Bahndämmen, Bürgersteigen oder Parkanlagen und ist geruchlos.

Eine Besonderheit der Gänseblümchen ist, dass es „heliotrop“ ist. Das bedeutet, das die Pflanze immer der Sonne zu gewandt ist. Das Gänseblümchen richtet ihre Blütenköpfchen nach dem Stand der Sonne und schließt sich bei Regen und zur Nacht.

Die Blüten des zierlichen Gänseblümchens sind essbar. Es schmeckt leicht nussig.

Nicht zum Verzehr geeignet: Einige Zucht-Sorten der Gänseblümchen sind besonders schön und außergewöhnlich. Diese Kultursorten sind deutlich größer. Im Frühjahr oder Herbst eingepflanzt, bezaubern sie viele Monate mit ihren großen, kugelrunden Blütenköpfen.

Zu den schönsten Zuchtsorten der Bellis gehören im Garten zum Beispiel die Habanera, Rob Roy, Floro pleno oder Kito.

Taubnessel

Den Namen Taubnessel verdankt die Pflanze der Tatsache, dass ihre Blätter stark denen der Brennnessel ähneln. Brennhaare hat die Taubnessel aber nicht. Die jungen Blätter und Blüten (z.B. von der weißen Taubnessel) sind essbar und können für Wildkräuter-Salate, als Tee und zur Dekoration verwendet werden.

Die Taubnessel wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, harntreibend und fördert die Verdauung. Außerdem lindert sie Wechseljahresbeschwerden. Laut Wikipedia, hat die Firma Weleda die Pflanze zeitweise angebaut.

Die Blüten aller Taubnessel-Arten werden zudem gern von Hummeln und anderen Insekten besucht.
Die Weiße Taubnessel ist zusammen mit der Purpurroten Taubnessel in Deutschland an vielen Orten anzutreffen. Sie gilt als typische einheimisches Wildpflanze. Die Taubnesseln bilden leckere und süßlich schmeckende, essbare Blüten. Selbst die Wurzeln können als Gemüse oder Kaffeeersatz verarbeitet werden.

Brennnessel

Sie gilt als lästiges Unkraut mit schmerzenden Blättern. Doch die Brennnessel wird von vielen unterschätzt. Ihre Inhaltsstoffe machen sie zu einem wertvollen Heilkraut gegen Harn-, Nieren- und Gelenkleiden. Und auch als Küchenkraut macht die Pflanze eine gute Figur in Form von Brennnesselsuppe (gegen Frühjahrsmüdigkeit), Pesto, Spinat, Tee oder Smoothies. Brennnesseln sind überall dort anzutreffen, wo nährstoffreiche bzw. stickstoffreiche Böden mit ausreichender Feuchtigkeit vorhanden sind. Sie gilt als Stickstoffanzeiger. Wusstet ihr, dass die Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae) mehr als 2.500 Arten, die in 56 Gattungen untergliedert werden, umfasst?

Sowohl die Blätter als auch der Stängel enthalten die berüchtigten Brennhaare, die aus Kieselsäure bestehen und Ameisensäure enthalten.

Brennnesselblätter sind sehr gesund, denn sie enthalten reichlich Vitamin C, Eisen, Calcium, Magnesium, Flavonoide und Eiweiß.

„Die Brennnessel ist die verachtetste unter den Pflanzen. Für den Kenner hat sie in der Tat den größten Wert.“

Zitat von Sebastian Anton Kneipp (1821-1897)

Brennnesseltee wirkt als Muntermacher und weckt die müden Geister. Durch seinen hohen Eisengehalt werden wir wieder aktiv und fühlen uns fit und ausgeruht. Dieser Tee wird als Unterstützung zu einer Diät gern getrunken. Man sagt ihm eine entschlackende und harntreibende Wirkung nach. 

In seltenen Fällen (Histaminintoleranz) kann die Einnahme von Brennnesseltee leichtere Magenschmerzen verursachen. Achten Sie bei der Einnahme bitte immer auf reichlich zusätzlicher Flüssigkeitszufuhr.

Hirtentäschel

Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris), auch Taschenkraut genannt, bekam seinen Namen von dem schwedischen Naturforscher Carl von Linné (1707-1778) nach den lat. Vokabeln für Tasche und Hirte (bursa-pastoris). Die Gestalt der Samenkapseln ähneln nämlich denen von Hirtentaschen. Der deutsche Botaniker (1736-1808) ergänzte später die Bezeichnung zum Capsella. Hirtentäschel zählt zur Familie der Kreuzblütler-Gewächse und ist damit entfernt mit Kräutern wie der Knoblauchsrauke, der Kresse oder dem Barbarakraut verwandt.

Die kleinen herzförmigen Früchte sind das markanteste Merkmal vom Hirtentäschel. Sie war früher sehr geschätzt als Ersatz für Senfsaat. Hirtentäschel weist Senföle auf, die dem Kraut das Synonym Bauernsenf einbrachten.

Hirtentäschelkraut wurde lange Zeit in der Naturheilkunde hoch geschätzt. Es ist ein Kraftpaket an Mineralstoffen, Vitaminen und Nährstoffen wie Vitamin C, Eisen, Kalium, Calcium sowie Eiweiß.

Neben der blutstillenden Funktion wird Hirtentäschel zum Teil auch heute noch als Mittel gegen Rheuma und Bluthochdruck bzw. geringen Blutdruck eingesetzt. Auch gegen zu starke Regelblutungen kann man dieses Kraut erfolgreich einsetzen. Die blutstillende Wirkung wird durch ein Zusammenziehen und Abdichten der Gefäße erreicht. Hildegard von Bingen hat das Kraut bereits in ihren Werken positiv erwähnt. Benutzt wurde dabei das ganze Kraut, sowohl frisch als auch getrocknet. Es soll weiterhin die Verdauung fördern und Ekzeme heilen.

Hinweis: Hirtentäschel ist in der Lage, Gebärmutterkontraktionen auszulösen. Deswegen darf dieses Kraut in der Schwangerschaft nicht konsumiert werden, weil die Gefahr von frühzeitigen Wehen besteht. Ebenso sollte auf die Anwendung von Hirtentäschel in hohen Dosen verzichtet werden.

Die häufigste Anwendung des Hirtentäschels ist ein Tee Aufguss aus dem blühenden Kraut.

Schafgarbe

Die Schafgarbe (Achillea) verdankt tatsächlich den Schafen ihren Namen, denn unter den wolligen Gesellen ist die robuste und wandlungsfähige Staude äußerst beliebt. Ihr Volksname „Lämmerzunge“ rührt daher, dass Lämmer die Schafgarbe als Delikatesse ansehen.

Die Schafgarbe blüht sehr ausdauernd, vor allem, wenn die Blüten immer wieder von Tieren gefressen oder von Menschen geerntet werden.

Mit über 100 Arten und ihrer pflegeleichten Art, Farbenvielfalt und Beliebtheit bei Insekten, hat sie es als Zierpflanze in unsere Gärten geschafft. In der Blütezeit duftet sie stark. Diese Staude diente seit der Antike als menschliche Nahrung, Viehfutter und Heilpflanze.

Die Inhaltsstoffe der Schafgarbe wirken als Tee, Tinktur oder im Bad positiv auf Leber, Magen, Darm, Galle und Haut. Daher ist sie ein wichtiges Heilkraut, was die Staude gleich im Namen trägt. Im Althochdeutschen bedeutete „garwe“ grob übersetzt Heiler. Die im Schafgarbenkraut enthaltenen Stoffe, wie ätherisches Öle, Alkaloide und Gerbstoffe wirken krampflösend, schmerzlindernd, antibakteriell und entzündungshemmend. Ähnlich der Kamille findet ihr bitteres Kraut hauptsächlich als Tee bei verschiedensten Störungen der Verdauungsorgane und Appetitlosigkeit Anwendung, wie z.B. bei Blähungen und Magenschmerzen.

Hinweis: Schafgarbe ist ungiftig in all ihren Teilen, hat aber hoch giftige Doppelgänger (z.B. Riesenbärenklau und Schierling)!! Schwangere und Stillende sollten vorsichtshalber keine Schafgarbe zu sich nehmen. Schafgarbe löst Krämpfe und fördert somit die Wehen.

Der botanische Name Achillea ist auf Achilles zurückzuführen, der der Legende nach seine Wunden mit dem Kraut der Pflanze versorgte.

Eine Überlebensstrategie der Gemeinen Schafgarbe ist ihr Wuchern. Die Blätter sind fein gefiedert und die Stiele wachsen i.d.R. straff aufrecht.

Vogelmiere

Die Vogelmiere (Stellaria media) ist neben Hasen und Kaninchenfutter, ein leckeres Wildgemüse für uns und eine sehr vielseitig verwendbare Heilpflanze. Sie wird auch Stern-Vogelmiere, Hühnerdarm, Hustdarm oder Hühnerabbiss genannt und wächst auf Unkrautfluren, Äckern, in Weinbergen, Gärten, an Wegen und Ufern. Sie wächst überall da, wo der Nährstoffgehalt ausreichend hoch ist. Denn die Pflanze ist nach Ellenberg ein ausgeprägter Stickstoffzeiger.

Die Vogelmiere ist eine beliebte Futterpflanze für Vögel, wie Hühner oder anderes Geflügel. Aber auch Ziervögel wie Wellensittiche oder Kanarienvögel knabbern gern an dem frischen Grün der Blätter und den Samen.

Sie wurde schon im Mittelalter als Brei, Sud oder in Fettsalben gegen alle möglichen Hauterkrankungen eingesetzt, denn sie hat herausziehende Eigenschaften und bringt Eiter und Giftstoffe an die Oberfläche. Der in der Saftpresse frisch gewonnene Saft lindert Sonnenbrände und Hautprobleme. Weiterhin setzte man sie bei Lungenerkrankungen ein. Daher auch der volkstümliche Name „Hustdarm“.

Die Pflanze ist reich an Vitamin A und C, an Mineralstoffen wie Kalium und enthält Kieselsäure. Die Vogelmiere ist in allen Teilen ungiftig und schmeckt angenehm mild-nussig, ähnlich dem Geschmack junger Maiskolben. Daher lässt sie sich sehr gut für Wildkräutersalate, Wildkräutersuppen, Saucen und Würzpasten oder Kräuter-Dips verwenden. Verwendet wird das ganze Kraut, frisch oder auch getrocknet.

Die Vogelmiere besitzt eine schier unverwüstliche Lebenskraft und ist eine kleine Schönheit in der Natur. An schönen Tagen öffnet sie morgens gegen 9 Uhr ihre sternförmigen winzigen weißen Blüten. Nach fast genau zwölf Stunden schließt sie ihre Blüten wieder.

Eine alte englische Bauernregel besagt, dass es in den nächsten Stunden keinen Regen gibt, wenn die Pflanze ihre Blüten morgens komplett öffnet. Bleiben die Blüten geschlossen, empfiehlt es sich, den Regenschirm mitzunehmen.

Knoblauchsrauke

Die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) kennt man auch unter den Namen Knoblauchskraut, Lauchkraut oder Knoblauchhederich und sie gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Die Beinamen beziehen sich auf den Knoblauchduft, der beim Zerreiben der Blätter entsteht und ihren flüchtigen Knoblauchgeschmack beim zerkauen. Interessanterweise ist dieses Wildkraut nicht mit dem Knoblauch verwandt, sondern mit der Garten,- und Brunnenkresse. Sie zählt zu dem Wildgemüse und ihre Samen nahmen die Menschen früher als Pfefferersatz. Sie sind sehr scharf und pfeffrig. Die Knoblauchsrauke wird heute gern für Pesto genommen, aber auch in Kräuterquarks, Suppen, Salaten und Soßen findet sie Verwendung.

Schon im Mittelalter und der frühen Neuzeit hat die Knoblauchsrauke eine Rolle als Gewürzpflanze gespielt. Sie wurde schon vor 4000 v. Chr. im Mesolithikum (eine Mittelsteinzeit) als Gewürz benutzt, wie Rückstände an Scherben von Tontöpfen zeigten. Sie geriet, als Gewürze preisgünstiger und damit für alle Bevölkerungsschichten erschwinglicher wurden, als solche zunehmend in Vergessenheit. Damit ist die Knoblauchsrauke das älteste bekannte einheimische Gewürz.

Die Knoblauchsrauke wurde früher zu Heilzwecken verwendet, da sie antibakteriell, anregend, infektionsbeseitigend, heilungsfördernd, schleimlösend, entzündungshemmend, auswurffördernd und harntreibend wirkt. Zur Anwendung kam die komplette Pflanze. Aus ihren zerstampften Blättern wurde ein Brei hergestellt, um Insektenstiche zu lindern.

Zur optimalen Lichtausnutzung sind die unteren Blätter relativ groß und lang gestielt und werden nach oben hin deutlich kleiner und kurzstieliger

Labkraut

Das Labkraut (Galium) gehört zur Gattung der Rötegewächse, umfasst fast 600 verschiedene Arten und man findet sie meist auf Weideflächen und an Wegrändern. Bei uns in Deutschland sind das Wiesen-Labkraut, das Echte Labkraut und das Kletten-Labkraut oft anzutreffen. Das Kletten-Labkraut findet man meist nach einem Spaziergang, als kleinen grüne Kletten, an seiner Hose wieder. Jede der drei Sorten ist essbar und vielseitig nutzbar. Unterschiedliche Studien schreiben verschiedenen Labkräutern eine positive Wirkung gegen bestimmte Krebszellen zu. So soll Kletten-Labkraut eine Anti-Krebs-Wirkung bei Leukämie und Brustkrebs haben, während Extrakte des Echten Labkrauts gegen Speiseröhrenkrebs wirksam sein sollen. Echtes Labkraut ist für seine Wirkung bei Nieren- und Blasenbeschwerden bekannt.

Das Echte Labkraut und andere Labkräuter enthalten das sogenannte Labferment, das Milch gerinnen lässt. Aus diesem Grund wird die Pflanze in einigen Ländern dazu genutzt, Käse herzustellen. In Schottland kommt das Echte Labkraut auch heute noch als natürliches gelbes Färbemittel vor. Die Labkräuter haben einen salatähnlichen Geschmack und werden gern in der Küche verwendet (Gemüsesuppen, Grünen Smoothies, Salatbeigabe, Tee, Saft).

Bei den Germanen war das Kraut der Göttin Freya geweiht, die für Liebe, Fruchtbarkeit, Ehe und Geburt steht.

Klee

Klee (Trifolium) ist eine 245 Arten umfassende Pflanzengattung. Kleeanbau ist sowohl in Europa als auch in Nordamerika von ökonomischer Bedeutung. Allein in der Landwirtschaft werden 16 verschiedene Kleearten als Futterpflanzen verwendet. Die Gattung Klee ist in extrem verschiedenen Gebieten heimisch, von subarktischen Regionen bis in tropische Regionen.

kleine Pflanze, große Symbolik

Das Kleeblatt repräsentiert stets die Dreiheit, wie zum Beispiel im Christentum als Symbol der Dreifaltigkeit. Es findet sich häufig in bildlichen christlichen Darstellungen. Der Klee steht für den Sommer und symbolisiert die Liebe (Isolde trägt bei ihrer Liebesbegegnung mit Tristan in „Tristan und Isolde“ einen reifenförmigen Kopfschmuck aus Klee). Jeder weiß, dass das vierblättrige Kleeblatt als Glücksbringer gilt und der Shamrock (Kleeblatt-Symbol) ist das inoffizielle Nationalsymbol Irlands. Auch bei den vorchristlichen keltischen Druiden galt der Klee schon als heilige Symbol- und Zauberpflanze. Als Heilpflanze wurde der Klee im Mittelalter Maria (Mutter Gottes) zugeordnet. Da Klee im Mittelalter wegen seines frischen Grüns häufig auf Gräber gepflanzt wurde, ist es auch ein Hinweis auf ein Leben nach der Auferstehung und wurde zum Symbol des Abschieds.

Der Rot- und der Weißklee unterschieden sich anhand ihrer namensgebenden Blütenfarbe und in ihren Wuchseigenschaften.

Der Klee, insbesondere der Rotklee, wird schon sehr lange als Heilpflanze genutzt. Ihm werden viele positive Wirkungen nachgesagt, wie Hilfe bei Entzündungen der Schleimhäute (äußerliche Anwendung), lindernd bei Durchfällen und chronischer Bronchitis, blutreinigende Wirkung, lindernd bei Appetitlosigkeit und Hilfe bei Gicht und Rheuma. Der Rotklee enthält Isoflavone, die in den Wechseljahren gegen den Östrogenmangel helfen sollen. Weiterhin wird dem Klee ein positiver Einfluss auf die Leber, das Herz-Kreislauf-System und die Knochengesundheit nachgesagt. Es wird vermutet, dass Klee eine Anti-Aging-Wirkung hat. So könne der Klee die Hautzellen vor Sonnenstrahlung schützen und dadurch die Bildung von Falten verzögern (wissenschaftliche Belege fehlen dazu jedoch). Angewendet werden Blüten, Stängel und Blätter der Pflanze.

Schon gewusst, das Klee so genannte Phyto-Östrogene, die bei Säugetieren verhütend wirken, produzieren soll? Phyto-Östrogene wirken wie die Anti-Babypille bei der Frau. Sie lösen in höheren Konzentrationen eine Scheinschwangerschaft aus, durch die das Tier nicht empfängnisbereit ist.

Etwa 245 verschiedene Sorten gehören zu der Pflanzengattung des Klee´s. Im allgemeinen Sprachgebrauch zählen jedoch auch andere, verwandte Gattungen wie etwa der Sauerklee (Oxalis), der Hornklee (Lotus), der Steinklee (Melilotus) oder der Schneckenklee (Medicago) dazu.

Der Klee enthält Vitamin B1 und B3 sowie Vitamin C und Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium und Kalium.

Sauerklee / Buchampfer

Sauerklee (Oxalis), auch Glücksklee genannt, ist mit 700 bis 800 Arten fast weltweit verbreitet. Wegen der Namensähnlichkeit wird er manchmal mit Kleegattungen verwechselt, gehört aber zu den Sauerklee-Gewächsen. Die herzförmigen, zu dritt angeordneten Blätter klappen sich durch einen Zelldruckmechanismus in verschiedenen Situationen (Erschütterung, zu viel Wärme oder Licht oder im Laufe des Tagesrhythmus) zusammen. Keine einheimische Blütenpflanze gedeiht bei so wenig Licht wie der Sauerklee. Bei nur einem Prozent Tageslicht kann er noch überleben. Die Kelten assoziierten den vielseitig bewegten Sauerklee mit den Heinzelmännchen und in Irland gibt es noch heute Darstellungen von so genannten Leprechauns (kleine Wichtel-Handwerker) immer zusammen mit einem Sauerkleeblatt.

Die fruchtig, säuerlich schmeckenden Blätter des Sauerklee´s werden seit Generationen als Heil- und Kräuterpflanze verwendet. Nachgesagte Wirkung: blutreinigend, erfrischend, fiebersenkend, harntreibend, gegen Skorbut (Vitamin C-Mangel), Harmonisierung des Stoffwechsels, bei Gallenkoliken, Magen-Darm-Krämpfen, zur Anregung der Lebertätigkeit und bei Neigung zur Steinbildung.

Wie auch der Rhabarber, der Sauerampfer und der Spinat enthält Sauerklee die giftigen Substanzen Oxalsäure und Kaliumhydrogenoxalat. Aus diesem Grund darf der Sauerklee, frisch gepflückt, nur in kleineren Mengen verzehrt werden!

Hinweis: Der recht hohe Anteil an Oxalsäure qualifiziert den Sauerklee zu den leicht giftigen Pflanzen. In größeren Mengen verzerrt, verursacht der Sauerklee Reizungen im Magen-Darm- oder Nierenbereich. Für Kleintiere wie zum Beispiel Kaninchen, geht bereits bei kleinen Mengen eine tödliche Gefahr von Sauerklee aus. Weiterhin eignet sich der Sauerklee nicht zum Trocknen und Aufbewahren.

Aus den filigranen, zarten Pflanze kann man eine erfrischende und wohlschmeckende Limonade herstellen. Wegen des säuerlichen, zitronenartigen Geschmacks findet er auch als Ersatz für Zitronensaft in Suppen, Marmeladen und anderen Gerichten Verwendung.

Bärlauch

Der Bärlauch (Allium ursinum) ist eines der bekanntesten heimischen Wildkräuter und wird zunehmend beliebter. Mit Beginn der Saison im Frühling wird der Bärlauch in vielen Supermärkten oder auf Wochenmärkten angeboten. Die zu den Lauchgewächsen gehörende Pflanze ist Heilkraut und Gewürzkraut zugleich. Im Frühjahr wird der Bärlauch frisch für Pestos, Aufstriche, Wildkräutersalate, Butter, Salz und Saucen verwendet. In der Naturheilkunde wird die auch als Hexenzwiebel oder Waldknoblauch bezeichnete Pflanze vor allem bei Verdauungsstörungen genutzt. Bekannte Vertreter der Lauchgewächse sind u.a. der Knoblauch, der Knoblauch-Schnittlauch sowie der Schnittlauch.

Die aromatischen Blätter vom Bärlauch sind Lanzetten-förmig und wachsen auf einem dreikantigen, leicht rundlichen Stiel, dessen Länge zwischen fünf und 20 mm misst. Die Blätter sind bis zu 25 cm lang und zwischen zwei und fünf Zentimeter breit. Besonders auffällig bei Bärlauch Blättern ist die matte dunkelgrüne Blattoberseite bei einer gleichzeitig helleren Blattunterseite.

Achtung, beim Bärlauch besteht Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Maiglöckchen. Das wesentliche und einfachste Merkmal, um die zum Verwechseln ähnlich aussehenden Blätter beider Frühlings-Pflanzen zu unterscheiden, ist der Duft. Zerreibt man die matten Bärlauch Blätter zwischen den Händen, kann man sofort den Knoblauchduft riechen. Den stets glänzenden Blättern von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen hingegen fehlt der Bärlauch-eigene Duft. Die Blüte stellt auch ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal dar: Maiglöckchen-Blüten sind glöckchenartig, während die Bärlauch filigrane sternenförmige Blüten besitzt.

Der Bärlauch kann andere Pflanzen daran hindern, dort zu wachsen wo er selber wächst. Wissenschaftler haben 2004 herausgefunden, dass Bärlauch Stoffe produziert und freilässt, um andere Organismen daran zu hindern, sich ebenfalls dort anzusiedeln, wo er selber sprießt. Hierzu zählen v.a. Cumarine, Hydroxybenzsäure sowie bestimmte Phenole, die in der Wurzel gebildet und freigelassen werden. 

Bärlauch ist Bärenstark

Bärlauch zählt zu den ältesten Nutz- und Heilpflanzen in Europa. Bärlauch-Blätter sind eine wunderbare Vitalstoffquelle. Sie liefern eine lange Liste an Vitaminen (Vitamin A, C, B1, B6) und Mineralstoffen (Eisen, Kalium, Mangan, Magnesium, Phosphor, Calcium), die für einen gesunden Organismus unerlässlich sind. In 100 Gramm Bärlauch befinden sich satte 150 mg Vitamin C. Bärlauch weist ebenfalls einen relativ hohen Gehalt an Chlorophyll auf. So enthalten 100 Gramm Bärlauch – 422 mg Chlorophyll. Da Bärlauch entgiftend wirkt, unterstützt er die Ausleitung von Giftstoffen, Schwermetallen und Kanzerogenen. Bärlauch und Chlorella bilden die Basistherapie zur Entgiftung nach Dr. Klinghardt.

Ebenfalls begehrt ist der Bärlauch in der Küche. Meist wird er einfach kleingeschnitten als Gewürz in Salaten oder Aufstrichen roh verwendet. Ich verwende ihn gern in Kräuterquark und bereite köstliche Bärlauchpesto, Bärlauchsalz oder Bärlauchessig zu.

Gänsefingerkraut

Die kleine Pflanze mit ihren auffallenden gelben Blüten wird von einigen Gärtnern oft als Unkraut bezeichnet. Das Gänsefingerkraut (Potentilla anserina) ist ein häufiger Begleiter auf unseren Wiesen oder Uferrändern und gehört zu den Rosengewächsen. Das Wildkraut ist jedoch eine bedeutende Heilpflanze. Die Heilwirkung der Pflanze beruht vor allem auf den enthaltenden Gerbstoffen und Flavonoiden und sie wird vorwiegend bei Magen- und Darmerkrankungen sowie bei krampfhaften Menstruationsbeschwerden angewendet.

Alle Pflanzenteile des Gänsefingerkrauts sind grundsätzlich essbar. Das Gänsefingerkraut kann auch in der Küche als Gemüse oder Blattkraut verwendet werden. In der Vergangenheit wurden Fingerkrautwurzeln oft als Gemüse verwendet. Ähnlich den Petersilienwurzeln, die einen ebenso leicht möhrenartigen und dezent nussigen Geschmack aufweisen.

Wo das Gänsefingerkraut wächst, wuchert es meistens über eine recht große Fläche.

Fünffingerkraut

Das Fünffingerkraut oder Kriechende Fingerkraut (Potentilla reptans) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, deren natürliches Verbreitungsgebiet sich über fast ganz Europa erstreckt. Den Namen Fünffingerkraut trägt sie wegen ihrer fünfzählig gefiederten Laubblätter, die lang gestielt über dem Boden stehen. Wie weit geöffnete Hände, mit gestreckten Fingern, recken sie sich in sattem Dunkelgrün der Sonne entgegen. Das Fünffingerkraut trägt fünfzählige Blüten, die von Juni bis August goldgelb blühen. Bei ihr ist die Zahl 5 Programm.

Für Haustiere wie z.B. Schildkröten und Meerschweinchen sind die Blätter der Pflanzen eine Delikatesse. Aber auch wir Menschen profitieren von dieser hübschen Pflanze. Die Wurzeln vom Kriechenden Fingerkraut wird zu Heilzwecken verwendet. Schon seit der Antike weiß man, dass viel Kraft (= lateinisch „potens„) in der Potentilla steckt. Der Wurzelstock der traditionellen Heilpflanze enthält Gerbstoffe, Tannine, Schleimstoffe, Kalzium, Eisen sowie Schwefel weshalb sie auch heute noch als Heilmittel gegen Fieber, Zahnweh, Magen-Darm-Beschwerden, bei Hautproblemen und zur Desinfektion von Wunden verwendet wird. Der Wurzelstock wird frisch oder getrocknet als Tee oder Tinktur angewendet.

Aber auch die Blätter der Heilpflanze können von Frühling bis Sommer gesammelt werden und weisen einen säuerlichen Geschmack auf. Damit können z.B. Salate, Suppen oder Tee zubereitet werden.

Früher wurde das Fünffingerkraut als Schutz vor bösen Geistern benutzt.

Breitwegerich

Das Breitwegerichblatt erinnert durch seine Form an die menschliche Fußsohle. Daher ist der lateinische Name Plantago von planta (Fußsohle) abgeleitet. Der Breitwegerich ist der Bruder des Spitzwegerichs. Als Gemüse werden die jungen, weichen Blätter gesammelt und wie Spinat zubereitet oder roh im Salat oder auf dem Brot gegessen. Weiterhin sind die proteinreichen Samen eine beliebte Knabberei.

Erste Hilfe für unterwegs: Der Breitwegerich kommt hauptsächlich bei kranken oder müden Füßen zum Einsatz, denn ein Blatt, als Sohle in den Schuh gelegt, erfrischt auf einer Wanderung die Fußsohlen und hilft, Blasen zu vermeiden. Der Saft des Breitwegerichs wirkt kühlend und wundheilend. Bei Wunden und Entzündungen der Haut, Geschwüren oder Insektenstichen werden die Blätter einfach zerkaut oder zerrieben und dann auf die betroffene Stelle gelegt. Selbst bei Schnitt- und Kratzwunden kann man zerdrückte Blätter des Breitwegerichs schon unterwegs auflegen und so die Heilung beschleunigen.

Als Tee wirkt der Breitwegerich, wie der Spitzwegerich gegen Husten und Halsschmerzen und kann auch Beschwerden der Verdauungsorgane lindern.

Der Breitwegerich wird bis 25 cm groß und wächst auf festgetrampelten Wegen, am Feldrand und an Wegrändern. Seine Blätter sind breit und oval mit glattem Rand.

Spitzwegerich

Die Blätter des Spitzwegerich (Plantago lanceolata) liegen im Gegensatz zum Breitwegerich nicht am Boden an, sondern stehen aufrecht.

Spitzwegerich wächst vielerorts am Wegesrand und er ist eines der am häufigsten eingesetzten Medizinkräuter Europas. Er wird auch Spitz-Wegerich, Heilwegerich, Ackerkraut, Spießkraut, Lungenblattl oder Schafzunge genannt. Die heilende Wirkung des Spitzwegerichs ist schon seit der Antike bekannt. So behandelte beispielsweise Hildegard von Bingen Gicht und Knochenbrüche mit Spitzwegerich. Die Blätter des Spitzwegerichs enthalten eine ganze Reihe von Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel antibakteriell wirkende Stoffe, die sich wie ein Film über die Schleimhäute in Mund und Rachen legen und dadurch Hustenreiz (Reizhusten) lindern. Ein Spitzwegerich-Tee ist ein bewährtes Hustenmittel. Bei kleinen Wunden, Insektenstichen, Brennnesselstichen und entzündlichen Stellen wirkt der Saft juckreizlindernd, schmerzlindernd sowie abschwellend. Aufgrund der hohen Nachfrage zu medizinischen Zwecken wird der Spitzwegerich vermehrt gezielt angebaut. 

In Mangelzeiten nach den beiden Weltkriegen und während der Weltwirtschaftskrise wurde wildwachsender Spitzwegerich als Salat verarbeitet.

Übrigens: Die Samen des Spitzwegerichs (auch „Deutscher Floh­samen“ genannt) wir­ken ähnlich wie Lein­samen abführend, nur wesentlich milder. 

2014 wurde der Spitzwegerich wegen seiner vielfältigen Wirkungen zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Schöllkraut

Das Schöllkraut mit den gelben Blüten und geschwungenen Blättern ist ein altes Hausmittel gegen Warzen, bei Ekzemen, Akne, Hühneraugen, Schuppenflechte und Schwielen. Bei der Verwendung ist dazu der orangefarbene Milchsaft von Bedeutung, der sich in Blättern und dem Stängel befindet. Dieser Milchsaft ist durch seine ätzende Wirkung giftig. Die Pflanze ähnelt etwas dem bekannten Klatschmohn und gehört deshalb wie dieser in die Familie der Mohngewächse. Schöllkrautblätter verfügen über einen scharfen und extrem bitteren Geschmack. Daher ist es wenig verwunderlich, das dem Schöllkraut eine anregende Wirkung auf den Gallenfluss und eine schmerzhemmende Wirkung (Bezug zur Familie des Mohns) nachgesagt wird. Für die Ernährung ist die Pflanze nicht geeignet!

Das Schöllkraut ist eine Zutat des Magenmittels Iberogast ® (pflanzliches Arzneimittel bei Magen-Darm-Erkrankungen) des Chemie- und Pharmaherstellers Bayer. Schöllkrauthaltige pflanzliche Arzneimittel müssen den Hinweis tragen, dass sie leberschädigend sein können.

Wichtiger Hinweis: Seit dem Jahr 2008 ist die Zulassung für schöllkrauthaltige Arzneimittel vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte auf eine Maximaldosis von 2,5 Milligramm Gesamtalkaloide (berechnet als Chelidonin) reduziert worden. Schöllkraut kann in höheren Dosen möglicherweise Leberschäden verursachen und die Organfunktion dadurch bedingt beeinträchtigen. Schöllkraut darf weiterhinauf keinen Fall zur Anwendung kommen, wenn eine Person Gallensteine hat oder einen Verschluss der Gallengänge bedingt durch Gallensteine. Ebenso gilt der Verzicht für Menschen, die unter einem Magen- und/ oder einem Zwölffingerdarmgeschwür leiden. Bei Kindern unter 6 Jahren, während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit sollte grundsätzlich der Konsum vermieden werden!

Der Legende nach, wurde der deutscher Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker Albrecht Dürer (1471-1528), der an Malaria (Vergrößerung der Leber als Folge der Infektion) erkrankte, mit Schöllkraut geheilt. Möglicherweise ist das wunderschöne Gemälde des Schöllkrautes, welches in der Albertina in Wien bewundert werden kann, sein Dank an dieses Heilkraut.

Das Schöllkraut besitzt fieder,-fast nierenförmige Blätter mit eingekerbten Blatträndern. Die goldgelben Blüten können bis in den Herbst hinein blühen.

Kratzdistel

Alle Kratzdistel-Sorten sind ungiftig und essbar. Verwendet werden die geschlossenen Blütenknospen (ähnlich den Artischocken), die noch stachellosen jungen Blätter und die Stängel der Pflanze. Wenn Sie die Pflanze zum Verzehr ernten möchte, sollten Sie die Knospen vor der Blüte ernten. Die Blätter sind roh genießbar und können wie Spinat oder Salat zubereitet werden. Aber auch entsaften und zum Gemüsefond auskochen ist möglich. Die Wurzeln kann man trocknen und anschließend mahlen, um sie dann zu einer Art Gemüsemehl für Brei oder zur Streckung von Getreidemehl zu nutzen.

In der traditionellen Medizin wird die Kratzdistel für Heilzwecke verwendet. Sie ist Bestandteil von Rezepten bei Erkrankungen der Galle, Leber und auch bei Schmerzen, Husten oder zur Wundbehandlung und bei Insektenstichen.


Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose und/oder Selbstbehandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen!!!! Bei den vorgenannten Informationen handelt es sich um Rezepturen aus dem Mittelalter bis einschließlich des 20. Jahrhundert. Es beruht alles aus der Volksheilkunde und aus der Erfahrungsheilkunde.

Bei der Nutzung von Wildkräutern und Heilpflanzen dürfen nur diese genutzt und genommen werden, die man sicher kennt und unterscheiden kann. Für Verwechslungen, Anwendungsfehler, Komplikationen und auftretende Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen übernehme ich keine Haftung. Alle Angaben der Rezepte oder Anwendungen bzw. Verwendungen stellen lediglich eine Vorstellung dar. Vor eigenmächtiger Anwendung der hier aufgeführten Pflanzen wird ausdrücklich gewarnt. Jegliche Anwendung selbiger besteht auf eigener Gefahr und ich übernehme keinerlei Haftung und Verantwortung darüber. Vor der Anwendung bitte immer einen Arzt oder Apotheker fragen!

Diese Liste wird fortlaufend ergänzt.

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